Grundlagen Biomasse Principes de la biomasse 
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Grundlagen Biomasse

CO2-Kreislauf
CO2-Kreislauf

Biomasse wird im Allgemeinen als die Gesamtmasse organischer Substanzen in einem Lebensraum bezeichnet. Sie entsteht in der Natur durch lebende und wachsende Materie, sowie aus Abfallstoffen von lebenden und toten Organismen.

Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie, die von Pflanzen mit Hilfe der Photosynthese erzeugt wird. Als Photosynthese wird die Fähigkeit von grünen, chlorophyllhaltigen Pflanzen bezeichnet, aus Kohlendioxid (CO2), Wasser sowie mit Nährstoffen aus dem Boden und mit Hilfe der Sonnenenergie in ihrer Wachstumsphase neben Sauerstoff energiereiche Kohlenhydrate aufzubauen und zu speichern.

Nachwachsender Rohstoff

Zuordnungs-, Nutzungs- und Aufbereitungsmöglichkeiten für Biomasse; Quelle: IfaS

Als nachwachsender Rohstoff kann Biomasse sowohl stofflich als auch energetisch genutzt werden. Bereits verarbeitete organische Stoffe, die im Prozess nicht mehr benötigt werden, können in aller Regel noch als Bioenergieträger zur Erzeugung von Wärme, Strom oder Kraftstoff weiter verwendet werden.

Wird die Biomasse zu einem späteren Zeitpunkt energetisch genutzt, so werden die energiereichen Kohlenwasserstoffe wieder in die annähernd gleichen Mengen Kohlendioxid und Wasser umgewandelt, die für den Aufbau der Biomasse ursprünglich erforderlich waren. Da darüber hinaus abgesehen von der Bereitstellungslogistik keine zusätzlichen CO2 Emissionen entstehen, ist die energetische Nutzung von Biomasse annähernd CO2-neutral und leistet daher einen wichtigen Beitrag zum globalen Klimaschutz (vgl. Abbildung 1).

Einteilung der Biomassen nach Akteurs- und Stoffgruppen; Quelle: IfaS

Werden im Anschluss die Rückstände der Biomassenutzung wie z.B. Aschen oder Gärrückstände wieder auf z.B. Ackerflächen ausgebracht, ist es möglich, den natürlichen Nährstoffkreislauf weitestgehend zu schließen.

In diesem Sinne kann die energetische Biomassenutzung als regenerativ bzw. nachhaltig bezeichnet werden, denn der Kohlenstoffkreislauf unterliegt einem für den Menschen durchaus überschaubaren Zeitraum. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit bedeutet dies prinzipiell, dass nur die Menge an Biomasse energetisch genutzt werden darf, die im gleichen Zeitraum regional wieder nachwächst.

Biomasse hat gegenüber anderen erneuerbaren Energieträgern, wie z.B. Windenergie oder Wasserkraft, bedingt durch ihre vielseitige Nutzbarkeit, der Speicher- und Transportierbarkeit sowie der (bedingten) Steuerbarkeit des Materialaufkommens Vorteile. Darüber hinaus kann Biomasse durch diverse Umwandlungstechnologien ohne weiteres in andere für den Verbraucher nutzbare Endenergieträger wie Wärme, Strom und Brennstoff umgewandelt werden.
Andererseits muss die Biomasse angebaut bzw. geerntet und transportiert werden - sie ist nicht - wie Wind und Sonne - kostenlos verfügbar.

Abbildung 2 zeigt die verschiedenen Zuordnungs-, Nutzungs- und Aufbereitungsmöglichkeiten für Biomassen.

Den dezentralen Anfall und die unterschiedlichen Verwertungsmöglichkeiten stellt Abbildung 3 dar.