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Energielandschaft Morbach - Landschaftspflege durch Schafbeweidung

Geflecktes Knabenkraut (Orchidee)
Geflecktes Knabenkraut

Bei den nicht bewaldeten Flächen in der Energielandschaft Morbach, z.B. im Bereich der ehemaligen Splitterschutzwälle im Umfeld der Bombenlagerflächen, handelt es sich meist um Altgrasbestände, aber auch um ökologisch schutzwürdige Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen in den unterschiedlichsten Sukzessionsstadien (Entwicklungsstadien). Diese bieten einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren Lebensraum und Rückzugsgebiet.  Dies gilt vor allem für Arten, die in den intensiv genutzten Agrarflächen in der Umgebung kaum noch Lebensraum finden. Gerade im stark reliefierten Gelände der Energielandschaft haben sich trockenheits- und wärmeliebende bzw. wärmeertragende Spezialisten aus der Tier- und Pflanzenwelt angesiedelt.
Damit leistet die Energielandschaft einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität und des Artenschutzes.

Ein Imker nutzt die vielfältigen und durch Pestizide unbelasteten Flächen zur Honigproduktion und hat viele Bienenstöcke in der Energielandschaft aufgestellt (www.bienenpeter.de).

Auch die Wildkatze kann - bei etwas Gluck - in der Energielandschaft Morbach beobachtet werden.

Landschaftspflege durch Schafbeweidung

Zur Beweidung der Offenländer werden Schafe, und zwar vornehmlich extensive Landrassen wie z.B. Heidschnucken und Fuchsschafe zur Sommerweide eingesetzt. Die Photovoltaikflächen werden in einem "Acht-Wochen-Turnus" in Koppelhaltung mit einem Besatz von 1,1 Großvieheinheiten/ha beweidet. Die übrigen beweidungsfähigen Bereiche werden zweimal jährlich mit einer weiteren Schafherde (ca. 300 Tiere) über einen Zeitraum von 14 Tagen in Hütehaltung beweidet.
Die Schafe sorgen durch ihren selektiven Verbiss für eine landschaftsverträgliche Offenhaltung des Geländes.

Durch die nachhaltige Weidenutzung sind in der Energielandschaft viele Biotope entstanden bzw. erhalten worden, die mit ihrer faunistischen und floristischen Ausstattung eine hohe Bedeutung haben.

  • Habichtskraut
  • Schafbeweidung in der Energielandschaft
  • Weiße Waldhyazinthe (Orchidee)