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Stoffstrommanagement

Ziele des Stoffstrommanagements.
Abbildung 1: Ziele des Stoffstrommanagements.

Unter Stoffstrommanagement versteht man die detaillierte und zielorientierte Optimierung von Material- und Energieströmen, die bei der Herstellung von Gütern oder bei Dienstleistungen entstehen.

Wendet man Stoffstrommanagement in der Praxis an, so lässt sich dadurch ökonomischer Profit mit regionaler Wertschöpfung und Umweltschutz kombinieren.

Hier sind bereits die drei Ziele des Stoffstrommanagements erkennbar. Ökonomie, Ökologie und Soziales sollen kombiniert und aufeinander abgestimmt werden (s. Abbildung 1).

In der Praxis und in der Literatur wird zwischen regionalem, betrieblichem und zwischenbetrieblichem Stoffstrommanagement unterschieden. Auf betrieblicher und zwischenbetrieblicher Ebene gibt es bereits zahlreiche Ansätze zur Optimierung von Stoffströmen . Dagegen existiert auf regionaler Ebene noch erheblicher Handlungsbedarf .

Im folgenden werden beide Ausprägungsformen genauer erläutert.

Betriebliches Stoffstrommanagement

Der Gedanke des Stoffstrommanagements ist in Betrieben bereits weit verbreitet, wenn auch nicht unter dem Begriff „Stoffstrommanagement“. Die Aufgaben des Stoffstrommanagements fallen vielmehr in die Bereiche Produktion, Logistik, Materialwirtschaft oder Supply Chain Management. Beim einzelbetrieblichen Stoffstrommanagement werden Stoffströme innerhalb eines Unternehmens untersucht und beeinflusst.

Zwischenbetriebliches Stoffstrommanagement

Beim zwischenbetrieblichen Stoffstrommanagement werden Stoffströme zwischen verschiedenen Unternehmen betrachtet und optimiert. Dabei spielt die Vernetzung der Unternehmen, ähnlich wie beim Supply Chain Management, eine große Rolle. Durch gezielten Informationsaustausch können so Stoffströme optimiert, Betriebsstoffe und Kosten eingespart, und ökologische Verbesserungen der Umwelt erreicht werden.

Regionales Stoffstrommanagement

Erschließung regionaler Potenziale durch SSM. Quelle: IfaS 2003
Abbildung 2: Erschließung regionaler Potenziale durch SSM. Quelle: IfaS 2003

Unter regionalem Stoffstrommanagement versteht man in erster Linie die Kooperation von regionalen Akteuren. Dies können z.B. Unternehmen, Landwirte, Gemeinden, oder private Haushalte sein. Durch die Vernetzung dieser unterschiedlichen Akteure werden die Potenziale einer Region optimiert, um sie für eine nachhaltige, langfristige Entwicklung der Region zu nutzen.

Regionale Stoffstrommanagementkonzepte tragen dazu bei, regionale Potenziale zu erschließen. So kann z.B. die Wertschöpfung der Region durch die Nutzung regionasinterner Energiepotenziale geteigert werden (s. Abbildung 2).

Systemzusammenhänge im regionalen Stoffstrommanagement.
Abbildung 3: Systemzusammenhänge im regionalen Stoffstrommanagement.

Der derzeitige Zustand in vielen Regionen sieht jedoch so aus, dass nicht alle Potenziale wahrgenommen und somit nicht zielgerichtet gesteuert werden. Innovative Stoffstrommanagement-Konzepte sollen helfen, Regionen nachhaltig zu entwickeln, indem alle vorkommenden Potenziale identifiziert und in der Region genutzt werden (Abbildung 3).

Ansprechpartner

Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS)

Campusallee 9926
55768 Neubrücke

Fon +49 6782 / 17-1221
Fax +49 6782 / 17-1264
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